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Pyrenäen 20.8.-11.09.2009

Canfranc Estacion / Garganta del Escalar

Wieder fahren wir auf der N260, zunächst geht es in gut ausgebauten Kehren auf 1100m. Über einen relativ desolaten Straßenbelag geht es bis Biescas, wo sich die N260 breit und ausgebaut darstellt. Die Straße geht in eine Schnellstraße über und wir erreichen recht zügig den alten Bahnhof in Canfranc.
In den zwanziger Jahren wurde eine Zuglinie zwischen Paris und Madrid geplant. Der kürzeste Wege durch die Pyrenäen führte duch Canfranc, wo eine Umspurmöglichkeit für die Züge geplant wurde und Pass- und Zollformalitäten erledigt werden sollten. Der Bahnhof neben dem ehemals üppigen Hotel wurde von 1921 bis 1925 gebaut. Die Wirtschaftkrise ließ die geplanten Umsätze platzen und die Strecke wurde stillgelegt. Heute fahren nur wenige Züge Richtung Spanien, das Gebäude zerfällt zusehend. 
 
Nach einen Cappuccino und ein paar Tapas aus einer schmuddeligen Bar fahren wir auf der Schnellstraße zurück. Unterwegs waren uns einige Pilger aufgefallen, die auf der vielbefahrenen N330 den Jacobsweg ablaufen.
An Biescas vorbei, wird die Straße kurviger und wir erreichen den kleinen Ort Panticosa, mittlerweile ein modernes Skistädtchen. Von hier fahren wir in die schluchtähnliche Garganta del Escalar und erreichen den Kurort Balneario de Panticosa, dem ältesten Thermalbad Spaniens. Hier treffen wir auf recht moderne Bauten und aus dem Jugendstil stammende Gebäude. Hotel und Kurmittelhäuser wechseln sich ab. Am See machen wir eine kurze Pause und fahren die gleiche Strecke zurück nach Broto.
Nach einer angenehmen Dusche auf dem Campingplatz gehen wir zum Wasserfall von Broto, der Cascada de Sorrosal. Auf einem Schild wird die Entstehung der Pyrenäen erklärt. Das Aufeinanderprallen der eurasischen und der afro-iberischen Kontinentalplatte hat die verschiedener Gesteinsschichten in geschwungenen Linien umgewälzt. Riesige Kräfte müssen hier gewaltet haben gewesen.
Auf einem 600m langen Klettersteig entlang des Wasserfalls können die 200 Höhenmeter an einer Steilwand überwunden werden. Einige Kletterer hängen am Sicherungsseil. Wir bleiben auf festem Boden und gehen lediglich auf dem Gehweg zum Wasserfall und bewundern die Gesteinsverformungen, die wie Gesteinsgemälde wirken.
 
 
 
Nach dem Geologieunterricht kaufen wir etwas zum Abendessen ein. Die Verkäuferin in dem Gemischtwarenladen zeigt uns verschiedene Wurst- und Käsesorten und erklärt die Begriffe recht freundlich auf spanisch.
Wir genießen die Ruhe am Abend auf dem fast verlassenen Campingplatz bei Bier und leckerem Brot mit verschiedenen Aufschnitten der Region. 
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